Berichte

Wir ziehen um...

Umzug vom BBZB Gymnastikraum in die Aula des Dulaschulhauses.

Am 8.3.2021 erreichte unseren Präsidenten eine E-Mail der Stadt Luzern, dass der BBZB Gymnastiksaal (Berufsbildungszentrum Bau und Gewerbe) nicht mehr zum Training zur Verfügung stehen würde. Spannend dabei ist, dass sicherheitstechnische Gründe angegeben wurden. Wäre uns beim weiteren Training die Decke auf den Kopf gefallen?  Das macht sie doch auch ohne Training zu Hause seit längerer Zeit. Im WhatsApp-Chat über die möglichen Gründe, konnte uns ein Experte von seiner Theorie überzeugen: Wahrscheinlich entspricht der Fluchtweg nicht den neusten Ansprüchen. Also wären wir wohl nicht von einer Decke erdrückt worden, eher verbrannt.

Die Stadt hat uns als Ersatz zwei neue Trainingslokale angeboten, die wir montags und freitags, leider aber nicht mittwochs nützen dürfen. Flavio hat sich die Hallen "Bruch" an der Kasimir Pfyfer-Strasse und "Dula" an der Bruchstrasse angeschaut und sich nach Absprache mit den anderen Tänzern für die Aula des Dulaschulhauses an der Bruchstrasse entschieden. Der Saal in dem Gebäude aus den dreissiger Jahren ist fast doppelt so gross wie sein Vorgänger, verfügt über hohe Decken, einen Spiegel, Garderoben und kann mit Fenstern richtig gelüftet werden. Im Bahnhof hat man uns damals die Fenster verschlossen, da die neue Lüftung durch offene Fenster so ungemein bei ihrer Arbeit gestört würde. Jetzt freuen wir und auf eine leichte, frische Brise von draussen.

Flavio und ich haben dann am letzten Freitag, 29.4. noch die clubeigene Musikanlage im Rollcontainer vom Bahnhof zum Dulaschulhaus verschoben. (Masken, Musikanlage auf Rollen und zwei fröhliche Gestalten. Es fehlte noch Kaffee Schnaps und wir hätten die Fasnacht 2021 nachgeholt.)

Wir sind nun eingerichtet und können mit dem Training starten, sobald wir von Bund und Kanton die Erlaubnis haben, wieder Sport mit Körperkontakt zu betreiben. Wir freuen uns schon sehr.

Bericht: Beat Peter

Schweizermeisterschaft 2020 in Wallisellen 

Die 2te Corona-Welle war gerade abgeflacht und die Paare durften nach einiger Zeit im Sommer wieder Trainieren. Selten war die Vorbereitungszeit auf eine Meisterschaft so kurz wie diese. Auf jeden Fall ging es diesmal allen Paaren gleich. Und die, verglichen mit anderen Jahren, kurze und sehr intensive Vorbereitungszeit war in Corona-Zeiten ein spannendes und abwechslungsreiches Unterfangen.

Der TTZ hatte trotz Corona-Pandemie und der Unsicherheit für Grossveranstaltungen keine Rückzieher gemacht, die Mühen auf sich genommen und eine fabelhafte Schweizermeisterschaft organisiert. Zu dem üblichen Aufwand kamen in diesem Jahr auch noch Corona-Schutzkonzepte. Herzlichen Dank dem Zürcher Club für den Grosseinsatz bei Vorbereitung und Durchführung.

Tänzerisch gab es einige Neuerungen, die zum Teil auch die Mitglieder des TSCL betrafen. So wurde zum ersten Mal auch im Latein die Seniorenklassen I + II getrennt und zwei separate Schweizermeister gekürt. Man konnte also glauben, dass so die Konkurrenz bei den Senioren II ausgedünnt und das erringen des Schweizermeistertitels einfacher werden würde. Doch sind sowohl Sieger und Vizemeister des letzten Jahres wie auch 3.-rangierte des Jahres 2017 alle in der Klasse Sen II. Zudem startete mit Markus Bühlmann ein ehemaliger Schweizermeister Hauptklasse und Senioren Latein mit neuer Partnerin. Also aufgepasst.

Die Gewinner und die Vizemeister dieser Kategorie kamen wie im letzten Jahr aus Luzern. Flavio und Patricia konnten das Turnier für sich entscheiden und wurden zum ersten Schweizermeister der Kategorie Senioren II gekürt. Beat und Ruth konnten einen klaren 2. Platz erreichen. Leider waren durch die Trennung der Seniorenklassen auch weniger Paare pro Klasse am Start und dieses Turnier ging leider nur über eine Runde.

Thilo und Sarah Briel erreichten in der Kategorie Sen I Standard den 4. Platz und verpassten das Podest damit nur knapp. Auch ihnen herzliche Gratulation zu ihrer sehr guten Leistung.

Nochmals herzlichen Dank an den TTZ für die Organisation und die vielen Zuschauer die trotz Maskenpflicht zur Schweizermeisterschaft erschienen sind. Herzlichen Dank an alle Helfer und Trainer, die unsere Luzerner Paare mit viel Einsatz und Motivation auf diesen Anlass vorbereitet haben.

Bericht: Beat Peter
Fotos: Reinhard Egli (dance-mag.com)
Foto Siegerehrung: Marcel Schneider

Schweizermeisterschaft in Frauenfeld 2019

Am 29. September fand die Schweizermeisterschaft in den Standard- und Lateintänzen in Frauenfeldstatt. Die schöne Militärsporthalle Auenfeld bot eine grossartige Kulisse für diesen Höhepunkt des Jahres. Leider fehlten für den perfekten Anlass die Zuschauer. Die Ränge waren nur gut zur Hälfte besetzt, was sowohl für die Tanzpaare als auch für die Veranstalter schade war. Der Tanz-Sport-Club Luzern war mit nur 2 Paaren am Start dieser Meisterschaft. Beide In der Kategorie Senioren Latein. Die Serienmeister dieser Klasse Flavio und Patricia waren am Start, wie auch Beat und Ruth.
Nach einem intensiven Trainingsommer haben Ruth und ich einen Podestplatz zum Ziel gesetzt. Flavios und Patricias Ziel war natürlich nichts anderes als der Sieg.
Dank 10 gemeldeten Paaren durften wir am Vormittag eine Vorrunde und um 13.00 Uhr einen Final tanzen. Im Halbfinale lief alles wie gewünscht und im Final waren beide Luzerner Paare mit dabei. Ruth und ich mussten unsere beste Leistung abrufen, um den gewünschten Rang auf dem Podest zu erreichen. Mit Frank und Wibke, Felix und Silvia, und Audrey und Pierre-Yves war starke Konkurrenz auf dem Parkett und es war schon vor dem Turnier klar, dass es nicht genügend Plätze auf dem Podest haben würde. Silvia und Felix sind die Vizemeister der vergangenen beiden Jahre und bringen konstant gute Leistungen. Eine ihrer Stärken ist es präzise zu Tanzen.  Also war eines unserer Trainingsziele der letzten Zeit genauer zu Tanzen, länger zu warten, besser vorzubereiten.
Schon nach der ersten Runde haben wir Rückmeldungen bekommen, dass wir Fortschritte gemacht hätten, was uns sehr freute und uns auch Kraft und Mut gab, um den Podestplatz wirklich zu kämpfen.
Das Finale lief tänzerisch wiederum sehr gut. Wir könnten sogar etwas angriffiger ans Werk gehen und haben uns sehr wohl gefühlt auf der Fläche.
Die Siegerehrung danach waren dann die wohl spannendsten Minuten des Turniers. Frank und Wibke erreichten den 5. Platz, Audrey und Pierre-Ives den 4., so konnten wir uns schon mal über einen Platz auf dem Podest freuen. Minimalziel erreicht.
Felix und Silvia erreichten den 3. Platz und mussten ihren Vizemeistertitel vom letzten Jahr wieder nach Luzern abgeben. Doppelsieg für den TSCL! Eine beachtliche Ausbeute eines Clubs bei dem nur 2 Paare am Start waren. Wir haben uns riesig gefreut.
Herzliche Gratulation den alten und neuen Schweizermeistern Flavio und Patricia und ein Herzliches Danke schön an alle Trainier und die Organisatoren des Turniers.

Bericht: Beat Peter
Fotos: Reinhard Egli (dance-mag.com)

Offene Berner Meisterschaft in Belp 2019

Am Samstag 14.09.2019 durften Ruth und ich nach einem intensiven Trainingssommer unsere Fertigkeiten testen und im letzten Turnier vor den Schweizermeisterschaften am 29. September unter Beweis stellen.
Bern Belp war ein neuer Turnierort und wir waren gespannt, wie der Saal dort wohl sein wird, ob es genügend Platz gibt, ob der Boden ideal zum Tanzen ist und ob es genügend Platz in der Umkleide gäbe.
Als erstes waren wir überrascht von dem wunderschönen Dorf, das gut erreichbar in der Nähe der Autobahn liegt. Unglaublich grossartige, gut erhaltene und liebevoll restaurierte Bauernhäuser, Ställe und Stöckli, die sich eins ans andere reihten. Dazu schien die Sonne und man fühlte sich gleich wie in den Ferien. Irgendwie denkt man bei Belp immer nur an den Flughafen, der im Gegensatz zum Dorf wohl nicht so sehenswert ist. Wer’s noch nicht gesehen hat muss unbedingt mal hin.
Acht Paare waren bei der Senioren II Latein Klasse eingeschrieben. 7 sind dann auch gestartet. 2 Davon kannten wir nicht. Also eine spannende Ausgangslage. Zudem haben Ruth und ich an der GOC in Stuttgart vor einigen Wochen 10 Ränge hinter unseren Freunden aus Zürich Frank und Wibke gelegen. War heute der Tag der Revanche? Es ist auch immer spannend, wenn das etwas jüngere Paar Audrey und Pierre-Yves aus Lausanne antreten. Sie waren ja im letzten Jahr 10-Tanz Schweizermeister.
Unser Turnier war das erste des Tages und die Elektronik wollte noch nicht ganz mitspielen. So wurden unsere Wertungen wie früher von Hand in Listen eingetragen. Ein Glück, dass die Turnierleitung ihr Handwerk wirklich beherrscht. Wir finden, die von Hand ausgefüllten Wertungstabellen sehen wirklich nostalgisch aus.
Die erste Runde ist ziemlich gut gelaufen und wir haben uns gleich danach auf den Final vorbereitet. Die Nummer 93 wurde dann aber von der Speakerin nicht aufgerufen, was bedeutete, dass man nicht im Finale mittanzen konnte. Da plumpste mir erst mal das Herz ganz kräftig in die Hose. War denn das möglich? Ruth neben mir blieb ganz locker und schaute mich völlig entspannt an. «Weli Nommere hemmer?», fragte ich so ganz nebenbei. «95!», sagte Ruth, «besch parat?» Wie blöd, dass die Startnummer auf dem Rücken des Herrn klebt. Man bekommt sie als Mann so selten zu Gesicht. Ich hatte doch tatsächlich unsere Nummer falsch abgespeichert. Ich musste mich erst mal schnell hinsetzen und habe Ruth eine Geschichte über mein Mückenhirn erzählt! Wir könnten herzhaft lachen und waren dann einige Minuten später ready für den Final.
Schlussendlich durften wir den Final gewinnen. 4 von 5 Tänzen haben wir auf dem ersten Platz beendet und 3 davon mit 5 ersten Plätzen von 5 Wertungsrichtern. Den Paso doble haben wir knapp an Frank und Wibke abgegeben.
Es war ein super Gefühl auf dem ersten Platz des Treppchens zu stehen. Die Mühen des Sommers haben schon erste Früchte getragen. Es gab für Ruth einen Blumenstrauss und für mich einen Pokal. Sobald wir die Fläche nach der Siegerehrung verlassen hatten, haben wir natürlich unsere Geschenke getauscht. Machen wir ja immer so! Ruth bekommt die Pokale und ich die Blumen. Wir sind neben der Tanzfläche ein modernes Tanzpaar ohne genderspezifische Rollenverteilung.

Bericht: Beat Peter

GOC Stuttgart 2019

Sommer heisst für viele Latein- und Standardturniertänzer sowie die Weltspitze des Boogie-Woogie nicht nur Ferien, sondern auch viel Training. Grund dafür ist das weltgrösste Tanzturnier, welches jedes Jahr Mitte August in Stuttgart stattfindet. Das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle ist Schauplatz der GOC (German Open Championships). In vielen Kategorien von Schülern, Jugend, Junioren, Hauptklassen bis Senioren werden hier in 5 Tagen unzählige Tanzturniere ausgetragen.

In drei grossen Sälen (Monzartsaal, Hegelsaal, alte Reithalle des Maritim Hotel) Tanzen Paare aus der ganzen Welt um den Sieg in ihrer Kategorie.

Die drei Säle sind durch einen unterirdischen Tunnel miteinander verbunden. Auf dem Weg zwischen den Sälen geht man an Ständen vorbei, wo man alles, was zum Turniertanz benötigt wird, kaufen kann. Da gibt es Kleider, Schuhe, Fräcke, Hemden, Lateinbodies oder Lateinhosen, Schmuck, Strasssteine, Haarprodukte, Haarteile, Bräunungsartikel, Makeup, uns vieles, vieles mehr. Hier ist Danceheaven!

Patricia, Flavio, Ruth und ich hatten unser Turnier (Senioren II Latein) am Donnerstagmorgen um 09.15 Uhr in der alten Reithalle. Es ist ein wunderschöner Raum. Wie der Name schon sagt ist es eine umgebaute Reithalle mit rundumlaufender Galerie. Eine filigrane Stahlkonstruktion hält ein grosses Dach und 2 imposante Kronleuchter. Rings um die grosse Tanzfläche sind Zuschauerränge mit bequemen Stühlen aufgestellt. In diesem Jahr war sogar eine Leinwand angebracht, wo Startnummern der Tanzpaare für den nächsten Heat aufgelistet werden.

Ein Heat ist eine Tanzgruppe. Wenn viele Tänzer in einem Turnier starten, müssen diese aus platzgründen in verschiedene Heats aufgeteilt werden. So werden dann mehrere Sambas, Cha cha chas, Rumbas usw. hintereinander getanzt. Wenn alle Tanzpaare den ersten Tanz absolviert haben, beginnt der Nächste. Die Tanzpaare werden zur Leinwand auch schon vor dem ersten Tanz an einer Infowand über die Einteilung der Heats informiert. Dabei kann man sich nicht einfach eine Nummer merken, denn man kann in jedem Tanz in eine andere Gruppe eingeteilt werden. Also gilt es sich 5 Nummern zu merken. Würde man in einem falschen Heat tanzen, kann man mit dem elektronischen System, bei welchem die Wertungsrichter ihre Wertungen in ein Tablet eingeben, nicht gewertet werden. Wird analog auf Papier gewertet, kann der Wertungsrichter einfach Blätter und ev. doch noch Marks, an das im falschen Heat tanzende Paar, vergeben. (Ich glaube, dass es sicher jedem Paar schon einmal passiert ist, dass es im falschen Heat getanzt hat.)

Neben uns 2 Luzerner Paaren waren doch 2 Schweizer Paare aus Zürich mit dabei. Ein erster toller Erfolg war, dass alle Schweizer Paare die zweite Runde erreicht haben. Nach dieser zweiten Runde war dann für fast alle Schweizer Endstation. Nur Patricia und Flavio durften noch weiter mittun. Für die beiden amtierenden Schweizermeister ging es dann sogar noch eine Runde weiter und sie konnten sich im Semifinale den sensationellen 11 Platz ertanzen. Herzliche Gratulation dazu.

Bericht: Beat Peter